Wann:
20. Mai 2022 um 10:00 – 21. Mai 2022 um 17:00
2022-05-20T10:00:00+02:00
2022-05-21T17:00:00+02:00

Interkulturelle systemische Arbeit für Helfer und Betroffene  –  Resilienzförderung –

Das Seminar vermittelt interkulturelle systemische Kompetenzen zur Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen, sowie jungen Erwachsenen mit Fluchterfahrungen zur Resilienzförderung und zur Integration

  • Systemischer Umgang mit geflüchteten Menschen
  • Umgang mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Haltungen
  • Umgang mit traumatischen Erfahrungen – Resilienzförderung
  • Förderung und Entwicklung zur Integration

Flucht und Vertreibung, Genozid kennen wir Deutschen aus dem zweiten Weltkrieg. Vieles haben wir daraus gelernt. Unsere Eltern oder Großeltern sind geflohen, wurden vertrieben, als Täter und Opfer missbraucht und auf der Flucht traumatisiert.

In späteren Generationen, als deren Kinder, haben wir dieses in vielfältiger Weise über Erziehungsstile, beispielsweise über „schwarze Pädagogik“ und negativer Kommunikation in Schule und Gesellschaft mitbekommen. Elitäres besserwisserisches Verhalten mit Mobbing, Gewalt, Sucht und viele zerstörten Familien waren die Folge dieser abwertenden, beschämenden Einstellungen.

Seit drei Generationen beschäftigen wir uns mehr oder weniger mit diesem Thema. Unsere Demokratie ist somit hart und schwer erworben und keinesfalls sicher. Es gilt unsere Werte (von Mitgefühl, Selbstbestimmung, Freiheit und Wertschätzung) aufrecht zu erhalten. Das aus der Not erlernte weiterzugeben und Menschen, die in Notlagen zu uns kommen, darin zu unterstützen, diese gewaltbestimmten Systeme zu überwinden und somit andere konstruktive, gewaltfreie, friedfertige Modelle und Systeme kennenzulernen und zu erfahren. Beispielsweise statt einer „Entweder – Oder“, eine „Sowohl-als-auch“-Srategie im Miteinander zu ermöglichen. Wie in unserem Land reflektiert wurde, kann uns eine Lehre sein, aus dem eigenen eingefahrenen Denkschema herauszukommen.

Trotz aller Schwierigkeiten, die bei dem Integrationsprozess sowohl in der eigenen Kultur als auch in der fremden Kultur stattfinden, stabil bei den eigenen Werten zu bleiben und im Sinne des Artikel 1, des Grundgesetzes mit den notwendigen Veränderungen mitzugehen, wäre meine (systemische und auch christliche) Grundhaltung dazu. Schwierige Erfahrungen zu verstehen, Resilienz zu fördern und so besser mit den traumatischen Erfahrungen umgehen können.

Es gilt voneinander zu lernen und mutig neue und notwendige Schritte anzugehen. In diesem Sinne unterstütze ich Kollegen und Migranten in Supervision und Coaching, die maßgebliche tagtägliche Integration trotz aller Widerstände zu schaffen.

  1. Tag:  Hintergründe von kulturelle Ähnlichkeiten und Unterschiede – systemische Vorgehensweise
  2. Tag: Umgang mit traumatischen Erfahrungen und den Folgen – Aufbau von Resilienz

Seminarleitung: Hanna Grünewald-Selig,  Assistent: Majd Tammaa, Student der Sozialen Arbeit an der OTH Regensburg

 

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