Wann:
13. Mai 2022 um 10:00 – 14. Mai 2022 um 17:00
2022-05-13T10:00:00+02:00
2022-05-14T17:00:00+02:00
Wo:
Edurent , Regensburg-Haslbach
Dr.-Gessler-Str.
Preis:
250 €

Interkulturelle systemische Kommunikation für Helfer und Betroffene  –  Methoden und Modelle – Resilienzförderung

 

Das Seminar vermittelt interkulturelle systemische Kompetenzen zur Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen, sowie jungen Erwachsenen mit Fluchterfahrungen zur Resilienzförderung und zur Integration.

  • Interkulturelle Kompetenz und Verständnis von Kultur
  • Fremdverstehen – Fremdwahrnehmen – oder Missverstehen
  • Resilienzförderung
  • Umgang mit traumatischen Erfahrungen
  • Förderung und Entwicklung zur Integration

Die eigene kulturelle Betroffenheit:

Flucht und Vertreibung, Genozid kennen wir Deutschen aus dem zweiten Weltkrieg. Vieles haben wir daraus gelernt. Unsere Eltern oder Großeltern sind geflohen, wurden vertrieben, als Täter und Opfer missbraucht und auf der Flucht traumatisiert.

In nachfolgenden Generationen wurde dieses in vielfältiger Weise über Erziehungsstile, beispielsweise über „schwarze Pädagogik“ und negativer Kommunikation  in Schule und Gesellschaft weitergegeben.

Aus der traumatischen Erstarrung lösen:

Familien, die traumatische Erfahrungen erfahren mussten, reagieren oft mit Erstarrung. Es gilt diese Erstarrung vorsichtig wieder aufzulösen. und Menschen, die aus Notlagen zu uns kommen,  zu unterstützen, diese Erstarrung zu überwinden. Dabei andere konstruktive, gewaltfreie, friedfertige Modelle und Systeme kennenzulernen und zu erfahren. Beispielsweise statt einer „Entweder – Oder“, eine „Sowohl-als-auch“-Srategie im Miteinander zu ermöglichen.

Das Fremde annehmen und akzeptieren lernen:

Trotz aller Schwierigkeiten, die bei dem Integrationsprozess sowohl in der eigenen Kultur als auch in der fremden Kultur stattfinden, stabil bei den eigenen Werten zu bleiben und im Sinne des Artikel 1, des Grundgesetzes mit den notwendigen Veränderungen mitzugehen, wäre meine (systemische und auch christliche) Grundhaltung dazu. Schwierige Erfahrungen zu verstehen, Resilienz zu fördern und so besser mit den traumatischen Erfahrungen umgehen können.

So gilt es das Fremde anzunehmen,  voneinander zu lernen und mutig neue und notwendige Schritte anzugehen. Dabei unterstütze ich in diesem Sinne Kollegen und Migranten in Supervision und Coaching, die maßgebliche tagtägliche Integration trotz aller Widerstände zu schaffen.

  1. Tag:  Hintergründe von kulturelle Ähnlichkeiten und Unterschiede – systemische Vorgehensweise
  2. Tag: Umgang mit traumatischen Erfahrungen und den Folgen – Aufbau von Resilienz

Aufbau von Resilienz und interkultureller Kompetenz.

In der Kommunikation gilt es sowohl die eigene Kultur zu akzeptieren, als auch die fremde Kultur kennen zu lernen, Missverständnisse aufzuklären und Unterschiedlichkeit zu akzeptieren. So kann die interkulturelle Begegnung eine vielversprechende Erweiterung der eigenen Kultur sein. Resilienz zu entwickeln, heißt sich positiv zu den Veränderungen dieser Welt zu stellen und diese im Sinne der Menschenwürde zu unterstützen und zu akzeptieren.

Seminarleitung: Hanna Grünewald-Selig,  Assistent: Majd Tammaa, Student der Sozialen Arbeit an der OTH Regensburg

20.05.2022 10 – 16 Uhr, 21.05.2022, 9:30  – 16 Uhr, jeweils 60 Min. Mittagspause